12. August 2016

16. Bundesjugendlager in Neumünster/ Schleswig-Holstein

Von Mittwoch, 03.08.2016 bis Mittwoch, 10.08.2016 fand das 16. Bundesjugendlager der THW-Jugend rund um die Holstenhalle in Neumünster statt.

Von Mittwoch, 03.08.2016 bis Mittwoch, 10.08.2016 fand das 16. Bundesjugendlager der THW-Jugend rund um die Holstenhalle in Neumünster statt.

Dazu sind 400 THW-Jugendgruppen aus dem ganzen Bundesgebiet und internationale Gäste mit über 4000 Teilnehmern angereist. Darunter auch 16 Junghelfer und 5 Betreuer der THW-Jugend aus Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg.

Für die Jugendgruppe ging es bereits am Dienstag vor dem offiziellen Start des Bundesjugendlagers los. Um die anstrengende, ca. 760 km lange Reise nach Neumünster in Schleswig-Holstein möglichst schnell zu bewältigen, haben sich die Betreuer für eine Anreise bei Nacht entschieden.

Um 22:00 Uhr war es dann endlich soweit, das letzte Gepäck war verladen und alle haben ihren Sitzplatz gefunden. Die 3 Kirchheimer Fahrzeuge fuhren vom Hof des Ortsverbandes. Erstes Zwischenziel war ein Parkplatz an der B10 bei Esslingen, hier hat sich die THW-Jugendgruppe Kirchheim unter Teck mit der THW-Jugendgruppe Ostfildern zum offenen Verband Esslingen zusammengeschlossen. Anschließend brachen die beiden Jugendgruppen zur Fahrt durch die Nacht nach Neumünster auf:

Was wir dort erlebt haben, möchten wir euch in den kommenden Tagen hier zeigen.

04.08.2016 Ausflug nach Hamburg

Am Donnerstag machten wir uns mit dem OV Ostfildern auf den Weg von Neumüünster nach Hamburg. Da wir nach Hamburg eine Stunde unterwegs sein würden und nicht direkt bei den Landungsbrücken parken konnten, mussten wir schon um kurz nach 6:00 Uhr aufstehen, damit wir rechtzeitig um 11 Uhr an den Landungsbrücken im Hamburger Hafen sein konnten.

Dort starteten wir zu einer 1 ½ stündigen Hafenrundfahrt mit Kapitän Prüsse. Die Rundfahrt war sehr informativ, denn wir waren in allen Hafenteilen Hamburgs und auch in der alten Speicherstadt. Diese wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Danach fuhr die kleine Barkasse durch den Conatinerhafen vorbei an den gigantischen Containerschiffen und Kränen in den Fährhafen wo wir den Luxusliner Elisabeth I“. ein Schwesterschiff der „Queen Mary II bewundern konnten.

Nach der Mittagspause machten wir uns zu Fuß auf in die Speicherstadt, um uns dort die größte Modelleisenbahn der Welt anzuschauen. Das Miniaturwunderland ist im Maßstab 1:87 gebaut und ist im Jahr 2000 gegründet worden. Die Modelbahn wurde und wird auf einer Fläche von 1300 Quadratmetern gebaut und in verschiedene Abschnitte wie die rießigen Schweizer-Alpen oder die Nordsee mit echtem Wasser und sogar einen Flughafen mit wirklich startenden und landenden Flugzeugen aufgeteilt. Total cool …

Bericht: Johannes Zürcher

05.08.2016 Ausflug nach Haitabu

Am Freitag den 5. August ging es nach dem Frühstück in das Wikingerdorf Haithabu. Zusammen mit der Jugendgruppe aus Ostfildern fuhr die Jugendgruppe Kirchheim einen Parkplatz an, auf dem auch schon andere Fahrzeuge des THW standen. Nachdem sich die Betreuer abgesprochen hatten, liefen die Jugendenden zum Eingang des Dorfes und warteten dort einige Minuten. Eine kleine Überraschung war der Hahn, der plötzlich zwischen den Füßen auftauchte und uns mißtrauischbegutachtete. Es waren zwei Programmpunkte geplant, welche die Jugendgruppen getrennt voneinander machten. Die Jugendgruppe Kirchheim wurde als erstes von einer in Wikingerkleidung angezogenen, Führerin durch das Dorf geführt. Sie erzählte einige verblüffende Dinge, wie zum Beispiel, dass das Wikingerdorf früher mal eine Stadt war. Die Stadt war von einem großen Halbkreiswall umgeben, und fasste etwa 1000 Einwohner. Die Wege der Wikinger waren aus Holzplanken, daher das Sprichwort „auf dem Holzweg gehen“. Dann zeigte die Führerin die wiederaufgebauten Häuser. Diese sind mit Strohdächern und lehmverschmierten Wänden versehen. Im Inneren gibt es Schwalbennester, was die Jugendgruppe sehr verwunderte. Die Häuser sind in zwei große Hälften geteilt, der vordere Geschäftsteil dient dem das Handwerk und dem Verkauf, der hintere ist der Wohnbereich. Zwischen beiden Räumen gab es nur eine kleine Türöffnung, die nicht verschlossen werden konnte. „Das würde uns wohl am meisten fehlen: Zimmertüren“, meinte die Führerin. Das Bett war sehr groß und wurde von jedem Familienmitglied benutzt. Das war auch eine Sache, die die Jugendgruppe sehr verblüffte, denn Privatsphäre gab es nicht.

Nach der Führung tauschten die Jugendgruppe Ostfildern mit der Jugendgruppe Kirchheim. Kirchheim machte nun den sogenannten „Thor’s Hammer“. Die Projektleiterin erklärte der uns THW-Jugendlichen, wie sich die Wikinger Thor vorstellten: Nur er konnte seinen Hammer haben und werfen. Der Hammer kam auch immer zu ihm zurück, und das Werfen und Zurückkommen ging so schnell, dass es nur als Blitz wahrzunehmen war. Die Vorlage zu Thor’s Hammer wurde bei Ausgrabungen in Haithabu gefunden.

Der Thor’s Hammer der Jugendgruppe Kirchheim wurde aus Zinn gegossen, und dann mit Feilen entgratet. Danach wurden mit verschiedenen Nägeln Mustern und Schriftzeichen eingraviert. Diesen Hammer hat man dann an eine Schnur gebunden, die Kette war fertig!

 

Im Anschluss haben beide Jugendgruppen noch das Haithabu-Museum besucht. Dort sind alle Funde der Ausgrabungen ausgestellt.

Die Rückfahrt  auf das Gelände des Bundesjugendlagers erfolgte gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus Ofi., und gemeinsam genossen wir auch den Rest des Abends.

 

Bericht: Johannes Leipner

08.08.2016 Ausflug nach Laboe

Heute war der letzte Ausflugstag im Bundesjugendlager.

Obwohl wir heute länger schlafen durften, sind alle den ganzen Tag müde. Erst als wir ganz vorne in der Frühstücksschlage angekommen sind, ist uns aufgefallen dass noch jemand fehlt. Im Jugendlager gehen wir nämlich zu jeder Mahlzeit immer gemeinsam und kommen auch wieder zusammen zurück zum Zelt. An diesem Tag haben aber Markus, Olli und Marci gefehlt. Die Armen mussten schon um 5:00 Uhr aufstehen, da heute die Landesjugend Baden-Württemberg für die Essensausgabe zuständig ist.

Doch dann ging es um 9:30 endlich los nach Laboe.  Wir bekamen dort eine Führung durch das Marine-Ehrenmal. Bei der Führung wurden uns viele interessante Dinge über den 68 Meter hohen Turm und die Anlage darum erklärt. Wir gingen auch in die Gedenkhalle unter dem großen Platz vor dem Turm. Der Führer hat extra für uns das Licht und die Musik so eingeschaltet, wie es bei Gedenkfeiern immer ist. Schaut man dann nach oben, kann man durch ein ganz besonderes Fenster sehen, was ein Ertrinkender vermutlich als letztes sieht.

Danach sind wir auf der anderen Seite in die Museumshalle gegangen. Dort konnten wir uns ganz viele Modelle von alten deutschen Kriegsschiffen und anderen großen Schiffen anschauen. Durch die kleinen Stühle an Deck haben wir einen Eindruck davon bekommen, wie riesig diese Schiffe waren. Außerdem fuhren wir mit einem Aufzug ganz hoch auf den Turm. Oben auf der ersten Plattform hat uns der Wind kräftig hin und her geblasen. Zum Glück sind da überall ganz hohe Gitter damit keiner runterfallen kann. Auf der zweiten Plattform ganz oben auf dem Turm war es dann ganz windstill und wir konnten den Kitesurfern  in der Kieler Bucht zuschauen.

Nach dem Ehrenmal schauten wir uns noch das aus dem 2.Weltkrieg stammende U-995 am Strand an. Obwohl das Unterseeboot von außen total groß ist, gibt es innen drin wenig Platz. Nur ein schmaler Gang, in dem man kaum richtig stehen kann, geht von ganz hinten, wo die beiden Diesel- und 2 Elektromotoren sind, bis nach ganz vorne zu den Bugtorpedorohren. In der engen Röhre haben früher 45 Mann Besatzung leben müssen. Kaum vorstellbar!

Vom U-Boot sind wir am Strand entlang bis zum Hafen gegangen, um die Seenotretter von Laboe zu besuchen. Die waren ganz schön überrascht als wir da angekommen sind. Hatte doch tatsächlich jemand aus dem Lagerbüro gesagt, wir würden nicht mehr kommen. Trotzdem haben sich die Seenotretter aber viel Zeit für uns genommen. Wir schauten einen Film an und bekamen alle Fragen rund um die Seenotrettung beantwortet. Zum Schluss gingen wir noch mit Jens-Olaf auf den Pier zum Seenotkreuzer Berlin und haben uns das Schiff aus der Nähe angeschaut.

Danach ging es noch an den Strand. Leider war es mit schwimmen gehen nichts, weil der Wind zu stark war und das ist dann zu gefährlich. Aber wir konnten mit den Füßen ins Wasser und Muscheln suchen und den Kitesurfern zuschauen.

Abends wieder zurück im Lager waren wir alle total fertig. Aber es war ein toller Ausflug!

12.08.2016 Aufräumen

Am Freitag zuhause in der Unterkunft packen dann nochmal alle mit an.

Pünktlich um 8:00 Uhr heißt es für die Zeltlagermannschaft antreten zum Putzen und Aufräumen. Gemeinsam werden auf dem Hof die Fahrzeuge von Staub und Sand aus dem Bundesjugenlager befreit und die Fahrzeuge gründlich abgeschrubbt.

Im Anschluss werden die Zelte und Feldbetten zum Trocknen in der Fahrzeughalle aufgestellt und die letzten Dinge, wie Kabeltrommeln und Tische wieder ordentlich verräumt.

Zum Mittagessen ist es dann geschafft. Bis auf die Zelte ist wieder alles an seinem Platz und somit einsatzklar. Bei einem im Norden ein wenig vermißten, echten schwäbischen Nationalgericht „Maultäschle mit Kartoffelsalat“ tauschen Junghelfer und Betreuer Geschichten und Erlebnisse aus den vergangenen Jugendlagern aus.